Bük 11 besuchte Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“
Das immer noch aktuelle Thema wurde zunächst im Sozialkunde-Unterricht behandelt. Die Schüler diskutierten über ihre eigenen Erfahrungen mit Neonazis und brachten diese Erlebnisse auf Papier. In einer Collage „Bunt statt braun“ wurden die Ergebnisse dokumentiert.
Am nächsten Schultag besuchte die Klasse mit ihrem Klassenleiter Martin Mennig die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Volkshochschule Würzburg. Der freie Journalist und 3. Bürgermeister von Marktheidenfeld Martin Harth erklärte anschaulich an 16 Schautafeln den Einfluss der rechten Szene in unserem Umland. Dabei stellte er v. a. die wesentlichen Punkte Nutzung des Internets, Musik und Modetrends deutlich heraus. Dabei wurde erkennbar, dass die Rechten sich in diesen drei Segmenten äußerlich in Darstellung und Outfit immer mehr den Linken anpassen, um nicht sofort enttarnt zu werden.
Einen weiteren Schwerpunkt legte der Referent auf Präventivmaßnahmen gegen Rechts. Hierbei wurde deutlich, dass ein wesentlicher Aspekt auf der politischen Bildung gelegt werden muss, um erst gar nicht in den Dunstkreis der Neonazis zu geraten. Dies darf sich allerdings nicht nur alleine auf die Schule beschränken, sondern muss auch im privaten Umfeld durch entsprechende politisch-informierende TV-Sendungen, Fortbildungen der politischen Stiftungen (z. B. neben der Friedrich-Ebert-Stiftung auch Hanns-Seidel- oder Konrad-Adenauer-Stiftung) ergänzt werden. So kann es gelingen, dass auch künftig – wie bei der letzten Bundestagswahl – rechte Parteien weiterhin keinen Einfluss gewinnen.
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