![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
„Freiheit ist das Einzige, was zählt!“Hanns-Seidel-Stiftung referiert an der Berufsschule
Zu einem Vortrag „Die Deutsche Einheit und ihre Bedeutung für Deutschland und Europa“ hatte die Hanns-Seidel-Stiftung in die Berufsschule Main-Spessart nach Karlstadt eingeladen. 120 Schüler aus allen Fachbereichen hatten sich mit ihren Lehrern in der Schulaula versammelt.
In seiner Begrüßung bezeichnete Schulleiter Bernd Büttner die Vereinigung Deutschlands vor 20 Jahren als „Mega-Ereignis“, das den Menschen, die dies damals bewusst erleben durften, als „politisch schönstes Erlebnis“ noch auf Lebzeiten in Erinnerung bleiben wird. Paul Hufnagel, Regionalbeauftragter der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), stellte kurz seine Organisation und ihren politischen Bildungsauftrag vor. Das Ziel der Stiftung sei, politische Bildungsarbeit vor Ort in allen gesellschaftlichen Gruppierungen zu leisten. Anschließend referierte Steffen Vogel, Politologe aus Schweinfurt, über die politisch-historische Entwicklung von der deutschen Teilung über die Wiedervereinigung Deutschlands bis hin zur aktuellen Lage der Nation.
Mit Hilfe einer anschaulichen Power-Point-Präsentation wurde der zeitliche Rahmen von 1945 bis heute aufgespannt. Dabei wurden die markanten Meilensteine in dieser Zeitreise, wie Marshall-Plan, Arbeiteraufstand 1953, Bau und Fall der Berliner Mauer mit Hilfe von Video-Einspielungen den Schülern plastisch vor Augen geführt. Dabei konnten die jugendlichen Berufsschüler die Merkmale des DDR-Staates und die Gründe für den Niedergang des SED-Regimes anschaulich nachvollziehen.
Ausführlich beleuchtete Steffen Vogel die brisante Entwicklung in den Wende-Jahren 1989/90:
Die Menschen flohen damals über Ungarn – Österreich nach Deutschland, trafen sich in ihren Gemeinden zu Friedensgebeten in den Kirchen, um anschließend auf den Montagsdemonstrationen für mehr Demokratie und Bürgerrechte einzustehen. Die DDR-Führung war 1989 „auf alles vorbereitet, nur nicht auf betende Menschen mit Kerzen“, so dass die Millionen-Demonstration des 9. Oktobers 1989 schließlich zum Sturz Honeckers führte. Auch die legendäre Pressekonferenz des Politbüro-Mitglieds Schabowski mit dem Versprechen zu „sofortigen“ Reiseerleichterungen, die den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 auslöste, wurde in Filmeinspielungen gezeigt. Bei den weiteren Stationen zur Deutschen Einheit betonte der Referent immer wieder, dass Demokratie und Garantie der Grundrechte „keine Selbstverständlichkeiten“ seien. Dies sich zu vergegenwärtigen sei heute und in Zukunft immer wichtiger, da die heranwachsenden Generationen mit keiner menschenverachtenden Staatsform leibhaftig konfrontiert sind im Gegensatz zur Schülergeneration während des Kalten Krieges.
Nicht unerwähnt ließ Steffen Vogel die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme infolge der Überwindung der 40-jährigen Teilung, wie Überalterung und Fluktuation in die neuen Bundesländer, stark divergierende Arbeitslosenzahlen in Ost und West sowie die zunehmend negative Bewertung der Folgen der Einheit.
Als Resümee diente ein abschließender Video-Clip, unterlegt mit einem Lied von Marius Müller-Westernhagen: „Freiheit ist das Einzige, was zählt.“








