Auszeichnung der Besten
Spitzenleistung: 15-mal die Eins vor dem Komma
Berufsschule Main-Spessart ehrte in Lohr die besten Teilnehmer der Winterprüfung 2010/11
* Die Besten: Von den 298 Teilnehmern der Winterprüfung 2010/11 der Berufsschule Main-Spessart schnitten vier mit 1,0 und weitere 11 mit einer Eins vor dem Komma ab. Dafür wurden sie am Mittwoch in Lohr geehrt.
Foto: Dehm
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Die Besten: Von den 298 Teilnehmern der Winterprüfung 2010/11 der Berufsschule Main-Spessart schnitten vier mit 1,0 und weitere 11 mit einer Eins vor dem Komma ab. Dafür wurden sie am Mittwoch in Lohr geehrt.
Foto: Dehm
Von den 298 Teilnehmern der Winterprüfung 2010/11 der Berufsschule Main-Spessart erreichten vier einen Notendurchschnitt von 1,0 – weitere elf brachten es immerhin auf eine Eins vor dem Komma. Am Mittwoch wurden die 15 Einserschüler in Lohr geehrt. Zehn von ihnen waren am Schulstandort Lohr unterrichtet worden, fünf in Karlstadt.
„Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher.“
Bärbel Imhof, zweite Bürgermeisterin Lohr
„Ich zolle dieser Leistung allergrößten Respekt“, sagte Schulleiter Bernd Büttner mit Blick auf die Prüfungsteilnehmer. Seinen Worten zufolge stehen den jungen Leuten aufgrund ihres guten Abschneidens nun „viele Wege offen“. Mit dem Abschluss der Berufsschule hätten sich die Absolventen das nötige Rüstzeug für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg erworben.
Laut Büttner verfolgt die Berufsschule das Ziel, die „ganze Persönlichkeit“ zu bilden. Deshalb werde neben den beruflichen Fächern auch Deutsch, Sozialkunde, Religion und Sport unterrichtet. Wobei nach Einschätzung des Schulleiters das Umfeld für Berufsschüler im Vergleich zu früher „vielfach unübersichtlicher“ geworden sei.
Mit Blick auf die Berufsschulgebäude im Landkreis ließ Büttner wissen, dass die Schweißerei in Karlstadt zurzeit „vorangebracht“ werde – und auch Lohr werde „uns in den nächsten Jahren sicherlich beschäftigen“.
Wenn unter „suboptimalen Bedingungen solche hervorragenden Leistungen erbracht wurden“, griff Landrat Thomas Schiebel die Aussage des Berufsschulleiters auf – „wie wird es erst dann, wenn hier optimale Voraussetzungen bestehen?“
Schiebel machte deutlich, dass er sich freuen würde, wenn die vor ihm sitzenden jungen Leute ihrem jeweiligen Ausbildungsbetrieb oder zumindest dem Landkreis Main-Spessart die Treue hielten. Schließlich gab er den Spitzenabschneidern noch einen Ratschlag mit: „Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie am falschen Ort.“
„Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher“, zitierte Lohrs zweite Bürgermeisterin Bärbel Imhof den Politologen und Schriftsteller Lothar Schmidt. „Seien Sie stolz auf Ihre Spitzenleistungen“, sagte sie den 15 jungen Leuten, die sie als „Schwergewichte des Wissens“ bezeichnete. Mit ihrem guten Abschluss hätten sie alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben geschaffen.
Der stellvertretende Kreishandwerkermeister Hermann Knauer berichtete aus eigener Erfahrung, dass Leistung „nur über die Achse Lehrling – Eltern – Ausbildungsbetrieb“ entstehe. „Wenn diese Achse stimmt, stimmt auch das Ergebnis.“
Zwischen den einzelnen Redebeiträgen sang Kathrin Wolf gefühlvolle Lieder wie den Leonard-Cohen-Song Halleluja.
Abschlussfeier Großhandel Karlstadt
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23 Schulabsolventen mit der Eins vor dem Komma
Berufsschule in Karlstadt zeichnete die Besten mit Staats- und Schulpreisen aus – Brauer, Kaufleute und Friseure. Die vier Besten schafften den Traumnotendurchschnitt von 1,0. Weitere 19 Absolventen der Berufsschule Main-Spessart wurden für ihre hervorragenden Abschlusszeugnisse mit Preisen ausgezeichnet. Bei allen 23 Staats-, Förder- und Schulpreisträgern der Sommerprüfung ist die erste Ziffer des Notendurchschnitts eine Eins.
Schulleiter Bernd Büttner gratulierte bei der Abschlussfeier Schülern und Lehrern. Die 23 Besten stünden stellvertretend für 376 entlassene Schüler aus 16 Klassen und in neun Ausbildungsberufen. Er appellierte an den Landkreis, die Handwerks- und Industrie- und Handelskammer, auch in Zeiten sinkender Schülerzahlen starke Berufsschulen in der Region zu erhalten. Die Entscheidung des Kreistages Main-Spessart für den Neubau eines Brauerinternats sei weitblickend, wobei es sich vermutlich zu einem Internat für alle unterrichteten Berufsgruppen entwickeln werde. Den Absolventen riet er, jede Möglichkeit zur Weiterbildung zu nutzen.
Mit „liebe Bildungselite“ sprach Landrat Thomas Schiebel die Preisträger an. Mit kommunalen Schulen für Alten- und Krankenpflege und demnächst für Altenpflegehilfe sei der Landkreis über die Berufsschulen hinaus in der beruflichen Bildung gut aufgestellt.
„Die ganze Welt steht Ihnen offen“, sagte Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck. Er sei stolz, dass Karlstadt ein Standort der Berufsschule ist. „Großes Engagement, Ausdauer und Zielstrebigkeit führt zu herausragenden Abschlüssen“, stellte Hans Dengel, Bereichsleiter Berufsausbildung der IHK Würzburg-Schweinfurt fest. Die jungen Leute seien heutzutage ausbildungsstark, 94 Prozent der Auszubildenden gelinge ein erfolgreicher Abschluss.
Walter Heußlein, Vizepräsident der Handwerkskammer, gratulierte auch im Namen des Kreishandwerksmeisters Main-Spessart, Reiner Stegerwald. Engagierte Fachkräfte seien es, die Deutschland stark machten. Er sehe mit Sorge, dass viele Eltern für ihre Kinder nur eine akademische Zukunft sähen. Letztes Jahr sind 350 Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt geblieben, in der Region II gebe es derzeit 190 offene Ausbildungsstellen. Andererseits stünden die 814 Lehrverträge im Landkreis für die gewaltige Anstrengung in der Nachwuchsarbeit. Lisa-Marie Gärtner und Uwe Hemmerich verrieten den Anwesenden, was die Preisträger für Menschen sind – sportlich und kulturell engagiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Anna Schuller Trio.
Die 23 besten Berufsschüler
Staatspreisträger: Lisa-Marie Gärtner, Bürokauffrau, Bosch Rexroth AG, Lohr; Tatjana Bilz, Industriekauffrau, Eisenwerke Düker AG, Karlstadt.
Förderpreis Förderverein Berufsschule: Tanja Goldstein, Bürokauffrau, Kirsch & Sohn GmbH, Gemünden; Uwe Hemmerich, Großhandelskaufmann, Thyssen Krupp Schulte GmbH, Frankfurt; Franz Horak, Brauer und Mälzer, Würzburger Hofbräu AG, Würzburg; Natalja Maier, Einzelhandelskauffrau, AWG Modecenter, Gemünden; Heike Schreck, Friseurin, Die Haarmacher Inh.Nicole Rummel, Birkenfeld; Gabriel Vogt, Einzelhandelskauffrau, tegut, Karlstadt; Nadine Zörner, Großhandelskauffrau, Hagemeyer Deutschland GmbH, Kitzingen.
Schulpreisträger Martin Brandl, Brauer und Mälzer, Neumarkter Lammsbräu, Neumarkt; Julia Ebert, Friseurin, Die Haarmacher Inh. Nicole Rummel, Birkenfeld; Christiane Fischer, Bürokauffrau, Bosch Rexroth AG, Lohr; Isabell Foest, Berufsvorbereitungsjahr; Elisa Hanusch, Friseurin, Christines Friseurladen, Retzbach; Michaela Kaufmann, Industriekauffrau, Elau GmbH, Marktheidenfeld; Karina Keßler, Friseurin Salon Hair Express, Kitzingen; Marcell Mahmoud, Großhandelskaufmann, BayWa AG, Würzburg ; Sabrina Neugebauer, Großhandelskauffrau, BayWa AG, Volkach; Alexander Pachonik, Brauer und Mälzer, Radeberger Gruppe GmbH, Frankfurt; Julian Puppe, Brauer und Mälzer, Brauerei Schmucker, Mossautal; Julia Riedel, Friseurin, Salon Sonja, Esselbach; Lisa Rüppel, Bürokauffrau, Energieversorgung, Karlstadt; Nadine Serhijenko, Friseurin, Haarstudio März, Rimpar.
Autos werden sogar fliegen lernen
Freisprechungsfeier der Kfz-Mechatroniker – Festrede von Professor Brachat-
22 Kfz-Mechatroniker, die ihren Beruf im Landkreis Main-Spessart erlernten, konnten jetzt in Veitshöchheim ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Zur Freisprechungsfeier hatte die Kfz-Innung insgesamt 340 Kfz-Mechatroniker (darunter acht Frauen) in die Mainfrankensäle eingeladen.
Nach der Begrüßung durch Innungsobermeister Johannes Bleuel kündigte Professor Hannes Brachat, Herausgeber der Zeitschrift „Autohaus“, in seiner Festrede für die Zukunft den Einzug von noch mehr Elektronik in die Fahrzeuge an. Er prophezeite den jungen Gesellen, sie würden noch erleben, dass Autos fliegen könnten.
Grußworte sprachen Maria Walter, leitende Regierungsschuldirektorin der Regierung von Unterfranken, Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, und Marion Schäfer, dritte Bürgermeisterin der Stadt Würzburg.
Die Gesellenbriefe überreichte dann Prüfungsausschussvorsitzender Herbert van Venrooy. Dabei kam Andreas Siegl (Waldzell) eine besondere Ehre zuteil: Der Klassenbeste der Berufsschule Main-Spessart ist gleichzeitig Zweitbester Kfz-Mechatroniker im Bereich Pkw in Unterfranken. Neben einer Urkunde konnte er sich über einen Förderpreis der Ehrenobermeister-Josef-Pfister-Stiftung freuen.
Dank einer Einlage von „The Tiffanys“, der Musik der Jazz-Band „Maincity Stompers“ und der Moderation von Claudia Niehten war die Freisprechungsfeier auch für die jungen Fachkräfte aus dem Landkreis Main-Spessart eine recht kurzweilige Angelegenheit.
Die Klasse aus Main-Spessart nahm zudem am Wettbewerb „Hast Du die Größe? Fahr mit Verantwortung“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats teil. Dabei beschäftigen sie sich intensiv mit dem eigenen Fahrverhalten und analysierten das Unfallrisiko von Fahranfängern. Dazu kamen Bremsversuche und der Versuch, die eigene Sicherheit im Verkehr durch praktische Tipps und Diskussion der eigenen Fehler zu verbessern. Als Preis konnte sich jeder Schüler über einen Shell-Tankgutschein im Wert von 25 Euro freuen.
Bei aller Freude vergaßen die neuen Kfz-Mechatroniker ihren ehemaligen Mitschüler Daniel Ohnhäuser aus Mittelsinn (Fa. Seat Auto Paul, Mittelsinn) nicht. Er hätte jetzt mit ihnen die Kfz-Ausbildung abgeschlossen, war aber am 26. Juni 2007 mit 18 Jahren bei einem Autounfall während der Arbeit ums Leben gekommen. Für die Absolventen gehört er einfach dazu, betonten sie.
Rückenwind für die nächsten Schritte
Abschussfeier der Berufsschule Main-Spessart: Zweimal Traumnote 1,0. "Mit hoher Leistungsmotivation und anhaltender Zielorientierung wurden Spitzenergebnisse erzielt, die Basis sind für viele Wege der beruflichen Zukunft“, würdigte Schulleiter Bernd Büttner am Dienstagnachmittag die besten Absolventen des Winterhalbjahres an der Berufsschule Main-Spessart.
„Heute steht die Elite aus 275 Schülern in 13 Klassen und zehn Ausbildungsberufen vor uns“, stellte Büttner die 14 Preisträger vor. Darunter Isabella Käs und Daniel Koch, die ihre Jahrgangskollegen humorvoll charakterisierten. Zweimal die glatte 1,0 (Benedikt Krug und Matthias Saalmüller) und zwölfmal die eins vor dem Komma seien Garanten für berufliche Kompetenzen bis zum Hochschulstudium.
Büttner dankte dem Landkreis, der im laufenden Haushalt besonders tief in die Taschen gegriffen habe. Dank hoher Investitionen in den Umbau der Brauer- und Metallwerkstätten werde man dem Bildungsauftrag voll gerecht. Der Landkreis bemühe sich schon viele Jahre, die berufliche Ausbildung finanziell und durch Berufsinformationstage zu fördern, stimmte Landrat Thomas Schiebel zu. „Erhalten Sie sich Leistungswillen und Motivation“, gab Schiebel den „künftigen Leistungsträgern im Landkreis“ mit auf den Weg. Den Ausschlag für die Berufswahl sollten nicht nur sichere Arbeitsplätze und hohes Einkommen, sondern auch Neigung und Eignung geben.
Spitzenleistung sei das Ergebnis aus Talent, Zielstrebigkeit, Disziplin und dem nötigen Quäntchen Glück, formulierte kurz und treffend Lohrs' Zweite Bürgermeisterin Bärbel Imhof. „Seien Sie stolz. Genießen Sie dieses Gefühl und nehmen Sie es mit als Rückenwind für Ihre nächsten Schritte.“
„Sie haben bewiesen, dass Sie leistungsfähig sind. Ruhen Sie sich aber nicht auf diesen Lorbeeren aus“, resümierte Hans Dengel, Bereichsleiter Berufsausbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK). „Die Wahl des richtigen Berufes ist eine der wichtigsten Weichenstellungen im Leben eines jungen Menschen“, betonte der Vizepräsident der Handwerkskammer (HWK), Walter Heußlein, und nannte als solides Fundament: „Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten, Ihr Potenzial und die fachliche Qualifikation“. Hinzu komme kritisches Hinterfragen und das Akzeptieren von Rückschritten. „Nicht selten leitet ein Rückschritt den Fortschritt ein.“ Derzeit herrsche ein Mangel an Fachkräften, meinte Heußlein mit Blick auf die Wirtschaft. Hoffnung mache laut HWK-Frühjahrsumfrage der Zuwachs des Lehrstellenangebotes auf gut 18 Prozent. Lag zum Jahresende 2009 im Landkreis Main-Spessart die Zahl bei 814, gab es im Frühjahr 22 Prozent mehr eingetragene Lehrverträge. Die musikalische Note setzte das Anna-Schuller-Trio mit Anna Schuller (Gesang), Friedrich Betz (Kontrabass) und Alexander Wienand (Klavier).
Der Staatspreis für die Note 1,0 ging an zwei Elektroniker für Geräte und Systeme: Benedikt Krug (Stadtlauringen), Ausbildungsbetrieb Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale; Matthias Sahlmüller (Sulzheim-Mönchstockheim), Fresenius Medical Care, Schweinfurt.
Preis des Fördervereins: Daniel Koch (Karsbach-Weyersfeld), Zerspannungsmechaniker, Bosch Rexroth AG, Lohr; Andreas Siegl (Steinfeld-Waldzell), Kfz-Mechatroniker, Grampp, Lohr; Simon Stanjek (Waigoldshausen), Metallbauer, Firma Schmitt, Würzburg; Martin Stollberger (Uettingen), Elektroniker für Geräte und Systeme, Elau, Marktheidenfeld; Julia Ziegler (Würzburg), Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Frankana GmbH Marktbreit.
Schulpreise: Marcel Alt (Esselbach), Industriemechaniker, Warema Renkhoff GmbH, Marktheidenfeld; Bianca Ebert (Schwarzach), Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Edeka HG, Rottendorf; Markus Eisenmann (Veitshöchheim), Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Frankonia Jagd, Würzburg; Alexander Geiger (Frammersbach), Konstruktionsmechaniker, Feinblechbau Müller, Frammersbach; Isabella Käs (Schollbrunn), Industriekauffrau, Braun, Marktheidenfeld; Dominik Machmerth (Gössenheim), Kfz-Mechatroniker, Brass GmbH, Lohr; Nicolas Väth (Bischbrunn-Oberndorf), Mechatroniker, Bosch Rexroth AG, Lohr.
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Drei Schüler schafften glatte 1,0
Feierstunde an der Berufsschule Main-Spessart mit Ehrung der Schulbesten
(ka) Die besten 23 Schüler der Berufsschule Main-Spessart wurden in einer Feierstunde in Karlstadt mit Staats-, Schul- und Förderpreisen ausgezeichnet. Sie stehen für fast 300 junge Leute, die in 16 Klassen einen von sechs Ausbildungsberufen lernten.
Hohe Motivation, Leistungsbereitschaft, Einsatz und Durchhaltevermögen haben sich gelohnt“, stellte Oberstudiendirektor und Schulleiter Bernd Büttner fest und verriet, dass drei der Ausgezeichneten den Traum-Notenschnitt von 1,0 erreichten. Sie erhielten die Staatspreise der Regierung von Unterfranken. Bei den anderen stehe fast immer eine Eins vor dem Komma, was mit Preisen von der Schule und dem Förderverein der Berufsschule Main-Spessart gewürdigt wurde. Zu den Urkunden gab es auch kleine Schecks und launige Worte - Anna-Maria Götz und Maurizio Thiele wussten einiges über ihre Mitschüler zu berichten - von Hobby wie Fußball oder Inline-Skating bis zum Ruf als Frauenversteher.
Der Schulleiter gratulierte den Preisträgern herzlich und wünschte weiter viel Glück und Erfolg. So hervorragende Abschlüsse sind eine gute Basis für das weitere Berufsleben. "Egal welche Richtung sie Einschlagen, sie werden ihren Weg finden, gehen und ihre Ziele erreichen", war sich Büttner sicher. Er wünschte sich, dass dabei nicht nur das eigene Fortkommen im Blickfeld stehen wird, sondern sich mancher auch gesellschaftlich engagieren wird. "Eine Gesellschaft in der das Einmischen der jungen Generation bitter nötig ist", stellte der Schulleiter fest und prangerte an, dass die Bildungausgaben in Deutschland gemessen am Brutto-Inlandsprodukt rückläufig sind. Noch alarmierender sei es, wie viele Jugendliche nach der Schule keinen Ausbildungsplatz finden. Mangelnde Bildung gehe nicht nur oft einher mit sozialer Ausgrenzung und Armut, bei der Bildung zu sparen komme langfristig auch teuer.
Er sei gerne gekommen, um mit seiner Person und der Kraft des Amtes die Bedeutung der beruflichen Bildung im Landkreis hervorzuheben, sagte Landrat Thomas Schiebel in seinem Grußwort. Preisträger und Berufsbilder durchzugehen sei für ihn immer faszinierend. Es zeige, wie leistungsfähig die Betriebe im Landkreis sind und wer in Ausbildung investiert. Die Preisträger hätten den Wert der Ausbildung erkannt. "Nutzen sie Gelegenheiten, ihr Spektrum zu erweitern aber bleiben sie in Main-Spessart" wünschte sich Schiebel und versprach, dass der Landkreis weiter in die berufliche Bildung investieren wird. Zum gesellschaftlichen Engagement bemerkte er: "Jetzt haben sie was g'scheits gelernt, Politiker können sie später immer noch werden."
Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck stellte heraus, wie wichtig die Unterstützung von den Eltern sowie die Ausbildung durch die Betriebe und Berufsschule für die erreichten Ergebnisse war. Vom Bayerischen Städtetag zur Feierstunde gehetzt ging auch er auf die "große Politik" ein. Alle seien sich da einig, wie wichtig Bildung sei, aber keiner tue etwas. Vor zehn Jahren sei die Chance vertan worden, die Hauptschulen in Ganztagesschulen zu verwandeln, jetzt merke man so langsam, das belebende Elemente und Hausaufgabenbetreuung zu besseren Leistungen der Schüler führen.
Doch das brauche die Preisträger nicht zu interessieren, für die Kruck noch eine "schlechte Nachricht" hatte: "Es hört nicht mehr auf mit dem Lernen". Er selbst habe das dummerweise nach dem Studium nicht beherzigt und habe deshalb Politiker werden müssen.
"Gute Bildung ist mehr wert als ein großes Erbe" zitierte Walter Heußlein aus Vizepräsident der Handwerkskammer ein Sprichwort. Das hätten die Prüfungsbesten in drei Jahren Ausbildung beherzigt. Eine solide Ausbildung sei der beste Schutz für Arbeitslosigkeit. "Nicht nur Politiker, auch Meister können sie werden", bemerkte er zu den Worten seiner Vorgänger und bezeichnete lebenslanges Lernen auch als eine Chance. Von der Arbeitswelt gehe ein nicht zu unterschätzender Innovationsdruck aus. Abschließend wünschte er sich sich von Ausbildungsbetrieben dass sie sich in einer Art Schulterschluss auch schwächerer Schüler annehmen.
Untermalt wurde die Feierstunde in bewährter Manier vom Anna-Schuller-Trio. Nach dem offiziellen Teil sorgte ein kaltes Büfett dafür, dass die jungen Leute ihre Berufsschule in bester Erinnerung behalten.
Staatspreisträger
Lisa Froesch (Lohr), Kauffrau für Bürokommunikation – Ausbildungsbetrieb: Bosch Rexroth AG, Lohr; Jeannine Heller (Rimpar), Friseurin – Team Förster, Würzburg; Alexander Gimpl (Würzburg), Brauer und Mälzer – Brauerei Kesselring, Marktsteft.
Förderpreisträger:
Florian Brasch (Aura), Industriekaufmann – Bosch Rexroth AG Lohr; Jasmin Gajdaczek (Burgsinn), Kauffrau im Einzelhandel – Tegut Gemünden; Anna-Maria Götz (Albertshofen), Kauffrau im Groß- und Außenhandel – M plus M Großlangheim; Yvonne Herold (Burgsinn), Kauffrau für Bürokommunikation – Bosch Rexroth AG Lohr; Simone Keßler (Possenheim), Friseurin – Cecilia Jöst-Haas Würzburg; Natalja Maier (Lohr), Verkäuferin – AWG Mode-Center Gemünden; Anna Weiß (Hahnbach), Brauer- und Mälzerin – Brauerei Kummert (Amberg).
Schulpreisträger:
Dominik Hillenbrand (Hünfeld), Brauer und Mälzer – Lauterbacher Burgbrauerei; Johannes Hoffrichter (Wiesbaden), Brauer und Mälzer – Darmstädter Privatbrauerei; Sebastian Hofmann (Würzburg), Kaufmann im Groß- und Außenhandel – Abele Optik Würzburg; Irena Iglesias (Eisingen), Friseurin – Hairy's Styling Rügemer, Kleinrinderfeld; Jennifer Köhn (Volkach), Friseurin – Salon Ebner Kitzingen; Stefan Lukas (Schleid), Maschinen- und Anlagenführer – Brauerei Bitburger Braugruppe; Luise Martin (Remlingen), Industriekauffrau – Bosch Rexroth AG (Lohr); Theresa Neumann (Gemünden), Bürokauffrau – Die Energie Karlstadt; Matthias Pfau (Eisingen), Kaufmann im Groß- und Außenhandel – Fa. Neujahr Greußenheim; Karin Pursch (Marienbrunn), Berufsvorbereitungsjahr; Marion Röder (Steinfeld-Hausen), Industriekauffrau – Bosch Rexroth AG Lohr; Annika Roth (Lohr), Kauffrau für Bürokommunikation – Eisenwerke Düker AG (Karlstadt); Maurizio Thiele (Höchberg), Kaufmann im Groß- und Außenhandel – Gebrürder Götz (Würzburg).








