Schuljahr 10/11
2 engagierte hervorragende Pädagogen der Berufsschule Main-Spessart wechseln in den Ruhestand. V.l. Personalratsvorsitzender Christian Booms, Studiendirektor Berthold Schopf, Oberstudienrat Jochen Hartmann, Oberstudiendirektor und Schulleiter Bernd Büttner.
Ruhestand für zwei einzigartige Lehrerpersönlichkeiten
In der Jahres-Abschlusskonferenz der Berufsschule Main-Spessart konnte Oberstudiendirektor und Schulleiter Bernd Büttner zwei verdiente Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden:
Im Jahre 1976 begann die Beamtenlaufbahn von Oberstudienrat Jochen Hartmann an der Berufsschule in Lohr. 35 Jahre blieb der gelernte Elektroingenieur und Pädagoge seinem Schulort treu. Herrn Hartmanns freundliches Wesen und sein ausgeglichener ruhiger Charakter verhalfen ihm stets zu einem guten Kontakt zu Schülern, Lehrern und Vorgesetzten. Der Schulleiter betonte: „Sie haben es auch als jahrelanges Mitglied im Personalrat verstanden, die Interessen der Kollegen objektiv zu vertreten und gleichzeitig konstruktiv und vertrauensvoll mit der Schulleitung zusammenzuarbeiten.“ Auch die Schüler haben den Lehrer Hartmann in seiner fachlichen Kompetenz und in seinem ausgeglichenen und gerechten Charakter sehr geachtet und geschätzt.
Eine vorbildliche Berufsauffassung, ein hohes Berufsethos und ein großes Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des Schullebens bescheinigte der Schulleiter dem scheidenden Fachbetreuer der kaufmännischen Abteilung Karlstadt, Herrn Studiendirektor Berthold Schopf. Der Ruheständler begann seine berufliche Laufbahn als Berufsschullehrer nach dem Betriebswirtschaftsstudium und der Ausbildung zum Diplomkaufmann in Berlin. Von dort führte ihn der Weg nach Niedersachsen, von wo er nach 10 Jahren beruflicher Tätigkeit an das Berufsbildungszentrum Würzburg wechselte. Seit 1991 arbeitete Herr Schopf an der Berufsschule in Karlstadt, nicht weit von seinem Wohn- und Geburtsort Gambach.
„Sie waren für uns ein leidenschaftlicher und stets hoch engagierter Lehrer und Abteilungsleiter“, betonte der Schulleiter in seiner Laudatio. Seine Fachkompetenz und sein herzliches erziehungswirksames Verhältnis zu den Schülern stellte Büttner besonders heraus. Herr Schopf sei außerordentlich sozial-kollegial engagiert und war bei Kollegen und Schülern gleichermaßen geachtet wegen seiner hohen fachlichen und menschlichen Qualitäten.
Auch bei den dualen Partnern war er durch die ständigen guten Kontakte , unter anderem durch die bestens organisierten Ausbildersprechtage, hoch geschätzt. Büttner weiter: Fachbetreuer Schopf sei stets ein Vorbild für kreative Eigeninitiative und verantwortungsvolles Handeln gewesen. Er habe seine Auffassung offen und freimütig vertreten. Auch gegenüber der Schulleitung habe er stets eine konstruktiv-kritische, aber immer offene und loyale Haltung eingenommen. Eine besondere Herzensangelegenheit war dem erfahrenen Pädagogen der Prozess der Schulentwicklung. Mit Optimismus und Beharrlichkeit war er unersetzlicher Impulsgeber und Architekt für die Verbesserung des Schulprofils. Auch Kollegin Andrea Weidner-Roth, Mitarbeiterin in der Schulleitung und mitverantwortlich für das Qualitätsmanagement an der Schule, bescheinigte ihrem Kollegen ein außerordentlich konstruktives Engagement im Schulentwicklungsprozess.
Schulleiter Bernd Büttner wünschte den ausscheidenden Kollegen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt in guter Gesundheit und Wohlbefinden.
Vier weitere Kollegen verlassen unsere Schule
Neben den Beiden bereits genannten Pensionären haben leider drei weitere Kolleginnen und ein Kollege unsere Schule zum Ende des Schuljahres 2010/2011 verlassen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude in Ihrem neuen Tätigkeitsfeld.
Schuljahr 09/10
Schulleiter Bernd Büttner, Reinhard Kimmel, Siegfried Spörl, Gerhard Christl, Personalratsvorsitzender Christian Booms und Gerhard Werner.
An der Schule schwer zu ersetzen
Vier ausgewiesene und gefragte Fachleute der Berufsschule Main-Spessart verabschiedet
Abschied von verdienten Lehrkräften nehmen hieß es in der Schlusskonferenz an der Berufsschule Main-Spessart. Schulleiter Bernd Büttner würdigte die Leistungen der angehenden Ruheständler und fasste laut Pressemitteilung der Schule die wichtigsten Stationen des Berufslebens zusammen.
Gerhard Christl kommt aus Amberg und lernte zunächst Maschinenbauer. Nach 16 Jahren in verschiedenen Unternehmen besuchte Christl die Meisterschule in Regensburg, absolvierte die Fachlehrerausbildung in Ansbach und kam 1981 an die Berufsschule Lohr. „In der Metallabteilung im fachpraktischen Unterricht bei den Zerspanungsmechanikern, waren Sie fast unersetzlich“, betonte Oberstudiendirektor Bernd Büttner. Herausragende berufliche Kenntnisse und Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit seien seine unverwechselbaren Markenzeichen.
Auch Gerhard Werner war am Standort Lohr der Berufsschule Main-Spessart tätig. Er ist in Rothenfels aufgewachsen. Nach der Maschinenschlosserlehre bei Rexroth erwarb er das Fachabitur und studierte an der FH in Würzburg Maschinenbau. Zusätzlich absolvierte Werner eine Erweiterungsprüfung in Mathematik und war seit 1977 an der Berufsschule Lohr tätig. Der Schulleiter betonte die unbestrittene Fachkompetenz des engagierten Kollegen, vor allem auf dem Gebiet der Hydraulik. Als Fachbetreuer die Abteilung Metalltechnik hat Werner – quasi als letzte Amtshandlung – noch den Kauf einer CNC-Fräsmaschine vorbereitet.
Nach 47 Dienstjahren verlässt Reinhard Kimmel die Berufsschule Main-Spessart. Der gelernte Kfz-Mechaniker wurde mit 18 Jahren Zeitsoldat und absolvierte bei der Bundeswehr die Meisterprüfung und die Mittlere Reife. Nach abgeschlossener Fachlehrerausbildung unterrichtete Kimmel seit 1975 die Kfz-Klassen in Marktheidenfeld und später in Karlstadt. „Eine vorbildliche Pflichtauffassung, Leistungsstreben, beispielhafte Einsatzbereitschaft und unendlich große Fortbildungsbereitschaft waren ihr Markenzeichen“, schloss Büttner seine Laudatio auf den Ruheständler.
Der vierte zu verabschiedende Kollege war seit drei Jahren an die Josef-Greising-Schule in Würzburg abgeordnet. Siegfried Spörl legte an der FH Kronach die Ingenieurprüfung ab. Nach der Fachlehrerausbildung kam er 1977 an die Berufsschule Karlstadt.
Für Lehrplankommission tätig
Neben seiner verantwortlichen Aufgabe in der Bauabteilung der Berufsschule hat sich Spörl vor allem mit seiner jahrelangen Arbeit in der Lehrplankommission des Kultusministeriums einen Namen gemacht. Mit souveräner Fachkompetenz erteilte Siegfried Spörl auch seit Jahren EDV-Unterricht. Fleißig und hilfsbereit, so zwei seiner Charaktermerkmale, engagierte sich Spörl auch mehr als 20 Jahre im Redaktionsteam des Jahresberichts. Schulleiter Büttner: „Schulleitung, Verwaltung, Kollegen und Schüler sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet.“
Das Kollegium verabschiedete die Ruheständler mit einem mehrstimmigen Abschiedslied.
Schuljahr 08/09
Drei Pädagogen der Berufsschule gehen in den Ruhestand
97 Jahre Berufserfahrung
Heidrun Kranz, Herbert Gruß und Alois Maier, allesamt Lehrer an der Berufsschule Main-Spessart, gingen mit dem auslaufenden Schuljahr in den Ruhestand. „Insgesamt verabschieden wir 97 Jahre Berufserfahrung“, sagte Schulleiter Bernd Büttner in seiner Dankesrede an seine Kollegen.
Bei Ihnen, Frau Kranz, war das Studium des Personalaktes ein Genuss“ – so begann Büttner seine Abschiedsrede. 42 Jahre war Frau Kranz im Schuldienst tätig. Schon mit 22 Jahren trat sie an der damaligen Berufsschule Lohr ihren Dienst als „Lehrkraft für Kurzschrift und Maschinenschreiben“ an. Einige Jahre später erwarb sie noch die Qualifikation für den Sportunterricht.
Kranz war oft an drei Schulstandorten (Karlstadt, Marktheidenfeld und Lohr) gleichzeitig eingesetzt – trotz ihrer Verpflichtungen für die Familie. Über die gesamte Zeit ihrer beruflichen Tätigkeit wurden immer wieder die überdurchschnittlichen Prüfungsergebnisse, die sie mit ihren Schülern erzielte, hervorgehoben. Auch die technischen Weiterentwicklungen am PC seien für die Fachlehrerin immer eine Herausforderung gewesen, sagte Schulleiter Büttner. „Sie waren eine leidenschaftliche, resolute Lehrerin und mit ihrem freundlichen Wesen bei Schülern und Kollegen hoch geschätzt“, so Büttner.
Mehr als 35 Jahre unterrichtete Herbert Gruß in den kaufmännischen Abteilungen der Berufsschulen im Landkreis Main-Spessart. Auch an der Fachoberschule Marktheidenfeld war Gruß zeitweise als Lehrer eingesetzt. „Seine vielfältigen Tätigkeiten über das normale Pflichtmaß hinaus bekunden seine außergewöhnliche und engagierte Tätigkeit als Pädagoge“, betonte der Schulleiter.
So war Gruß jahrelang im Prüfungsausschuss bei der Industrie- und Handelskammer tätig, hat den Internetauftritt der Schule aufgebaut und war mit seinen Schülern regelmäßig an berufsbezogenen Projekten und Wettbewerben beteiligt. Durch seine „natürliche und ansprechende Art, zu unterrichten“, habe Gruß mit Freundlichkeit und Charme immer ein gutes Vertrauensverhältnis zu seinen Schülern aufgebaut, betonte Büttner. Durch seine kooperative Hilfsbereitschaft, seine Verlässlichkeit und Gelassenheit habe er sich Anerkennung und Zustimmung bei Kollegen und Schulleitung erworben.
Als Dritter wurde Alois Maier für seine Verdienste gelobt. Der Lehrer für katholische Religion begann seine Tätigkeit 1977 an der Realschule und Hauptschule in Lohr, konnte aber schon Jahre zuvor Berufserfahrungen als Pastoralassistent in Schweinfurt und Würzburg sammeln. Schulleiter Büttner erklärte, dass die pädagogische Arbeit Maiers von allen Vorgesetzten immer als besonders engagiert gewürdigt worden sei. Er habe es verstanden, den berufstätigen Jugendlichen den Sinn von Religionsunterricht klar zu machen und sie davon zu überzeugen, dass es über das Materielle hinaus ideelle Werte gibt, für die es sich einzusetzen lohnt.
Den guten Wünschen des Schulleiters schloss sich auch Domkapitular Günter Putz an. „Ihre Kontinuität, Ihre Verlässlichkeit, Ihre Ruhe – diese Tugenden brauchen unsere Jugendlichen in dieser reizüberfluteten Welt!“