Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen (QmbS)

Was ist QmbS?

QmbS ist ein Instrument zur Sicherung der Qualität an beruflichen Schulen im Hinblick auf Unterricht, Personal- und Organisationsentwicklung. Es trägt somit zu einer nachhaltigen und systematischen Schulentwicklung bei.

Welche Vorteile bringt ein nachhaltiges Qualitätsmanagement?

Es stärkt das pädagogische und organisationale Profil der Schule.

Es schafft Freiräume für die Weiterentwicklung der Schule.

Eine zielorientierte Vorgehensweise bietet der Schule eine Fokussierung der Aktivitäten auf gemeinsam festgelegte Handlungsschwerpunkte.

Es ermöglicht den Lehrkräften, sich nachhaltig mit dem „Kerngeschäft Unterricht“ auseinanderzusetzen und so zur Sicherung der Unterrichtsqualität beizutragen.

Es erlaubt einen effizienteren Umgang mit personellen und finanziellen Ressourcen.

Es bindet alle Beteiligten aktiv in den Prozess ein und steigert dadurch die Zufriedenheit von Schülern, Ausbildungsbetrieben, weiteren außerschulischen Partnern und Lehrern.

Bereits bestehende Abläufe, Projekte und Aktivitäten werden systematisiert.

Wie wird QmbS an beruflichen Schulen eingeführt?

QmbS wurde mit KMBek vom 27. Juli 2009 zur Einführung an Bayerns beruflichen Schulen durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus freigegeben.

Bis einschließlich Schuljahr 2013/2014 können pro Jahr 21 staatliche berufliche Schulen berücksichtigt werden. Diesen ausgewählten Schulen wird ein Unterstützungssystem zur Verfügung gestellt. Dieses umfasst ein Qualitätshandbuch mit konkreten Materialien und die Unterstützung durch ein Berater-Tandem. Darüber hinaus werden Fortbildungen angeboten und es wird eine zeitliche Entlastung für die Schulen gewährt.



Die einzelnen Bausteine des QmbS:

Schulspezifisches Qualitätsverständnis (SQV):
Im SQV formuliert die Schule ihre strategischen Qualitätsziele, deren Erreichung an den Ergebnissen der praktischen Schularbeit gemessen wird. An den hier ermittelten Unterschieden orientiert sich dann die einsetzende Schulentwicklungsarbeit.



Prozesssteuerung:
Entscheidend für die Nachhaltigkeit schulischer Qualitätsprozesse ist eine professionelle Prozesssteuerung, die zu den Aufgaben der Schulleitung gehört. Eine Projektgruppe (QmbS-Team) gewährleistet die Einhaltung, Transparenz und Nachhaltigkeit der schulischen Prozesse. Neben der Schulleitung gehören Vertreter möglichst aller Fachgruppen, der Personalvertretung und der Verwaltung dem QmbS-Team an.

Individualfeedback:
Lehrkräfte, Funktionsträger und Mitglieder der Schulleitung holen sich regelmäßig eine individuelle Rückmeldung von Beteiligten (Schülern, Kollegen, Bildungspartnern) ein, die nach bestimmten, vorher vereinbarten Regeln abläuft. Die Feedbackdaten verbleiben ausschließlich in der Hand des Feedback-Nehmers. Das Feedback soll als Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung sowie zur Optimierung der unterrichtlichen Arbeit genutzt werden.

Interne Evaluation:
Die interne Evaluation dient dazu, Stärken, Soll-Ist-Diskrepanzen sowie Entwicklungsmöglichkeiten der Schule, einzelner Abteilungen bzw. einzelner Aktivitäten (z.B. Ausbildersprechtage) aufzudecken. Hierzu werden fundierte Daten, die ausschließlich dem schulinternen Gebrauch dienen, erhoben und ausgewertet.

Externe Evaluation:
Ein Team aus qualifizierten schulischen und außerschulischen Fachleuten ergänzt die interne Evaluation um eine systematische Außenbetrachtung der evaluierten Schule und hält die Ergebnisse in einem Evaluationsbericht fest. Das Evaluationsteam untersucht Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse der gesamten Schule auf der Basis sozialwissenschaftlicher Methoden. Die Rückmeldung in Form eines strukturierten Berichts und die darin enthaltenen Empfehlungen bilden die Basis von Zielvereinbarungen in Abstimmung mit der jeweiligen Schulaufsicht. Diese Zielvereinbarungen fließen bei der Weiterentwicklung des SQV ein.